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tageszeitung, 24.06.2008

Paten gesucht

Flüchtlinge offensiv unterstützen

Der Flüchtlingsrat und amnesty international wollen mit der Kampagne "Save me" Menschen helfen, bevor sie sich auf den Weg nach Europa machen.
Ein rot-weißes Absperrband aus Plastikfolie trennt die Flüchtlinge von dem Grenzübertritt in die Europäische Union. Innerhalb der Absperrung sitzen EU-Politiker zu Mozarts Kleiner Nachtmusik am Frühstückstisch und blättern gelangweilt in Zeitungen. Drei Meter entfernt ist ein gefangen genommener Flüchtling an einen Stuhl gefesselt. Polizisten, bewaffnet mit stählernen, paddelförmigen Stöcken, halten Wache.
So läuft es an der europäischen Grenze ab, meinen Mitarbeiter der Nichtregierungsorganisation amnesty international und des Berliner Flüchtlingsrats. In der kleinen Theaterszene spielten sie Flüchtlinge auf dem Weg nach Europa nach, um auf deren Probleme in der EU aufmerksam machen. Anlass des Schauspiels am Gendarmenmarkt war der Start der Kampagne "Save me - Eine Stadt sagt Ja!" am Montag. Amnesty international und der Flüchtlingsrat fordern damit den Senat auf, ein so genanntes Resettlement-Programm für Berlin zu entwickeln.

VON NORA GROSSE-HARMANN

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