Zur Lage in den Flüchtlingslagern weltweit
Auf dieser Seite bieten wir
verschiedene Berichte über die Lage in Flüchtlingslagern
außerhalb Europas.
Weltweit sind viele Millionen Menschen
auf der Flucht, nur wenige schaffen es, ein Land zu erreichen, das
ihnen dauerhaften Schutz unter würdigen Bedingungen gewährt.
Die allermeisten Flüchtlinge verbleiben in der Region, meist
in Nachbarländern, und hausen dort in improvisierten
Flüchtlingslagern, die allerdings oftmals über eine lange
Zeit existieren - Provisorien die zum Dauerzustand geworden sind.
Situation irakischer Flüchtlinge
Im Oktober 2007 bereiste eine Gruppe von dreizehn Personen unter der
Verantwortung der Fachstelle Menschenrechte des katholischen
Missionswerks missio (unter Beteiligung der Akademie der Diözese
Rottenburg-Stuttgart) drei Nachbarländer des Irak. Beeindruckend war,
in welch großem Umfang Syrien und Jordanien irakischen Flüchtlingen
eine vorläufige Zuflucht bieten. Von Verfolgungsnot besonders betroffen
sind irakische Christen und Angehörige anderer religiöser Minderheiten.
Fachleute in der Region sprechen von der "größten
Flüchtlingskatastrophe im Nahen Osten seit 1948".
Weiter zum Artikel Die Flucht religiöser Minderheiten aus dem Irak von Prof. Dr. Harald Dörig, RiBVerwG, Leipzig, Richter in dem für das Asylrecht zuständigen Revisionssenat des Bundesverwaltungsgerichts.
Weiter zum Artikel Flüchtlinge in der Sackgasse von Klaus Barwig, Mitorganisator der Informationsreise zum Thema Irakflüchtlinge.
Alle Berichte zur Nahostreise finden Sie auf der Seite der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart
Rebuilding Asmara
„Wir sind in der Stadt Asmara aufgewachsen" sagt Haben, eine
zwanzigjährige Eritreerin, die gerade zusammen mit ihren vier
MitbewohnerInnen zu Mittag isst. Sie deutet damit an, dass sie ein
anderes, städtisches Leben gewohnt ist. In der Hauptstadt Eritreas
lebte sie bei ihren Eltern, ging dort zur Schule und war sich sicher,
einmal an der Universität zu studieren. Heute lebt sie im
Flüchtlingslager Shimelba, welches im Norden Äthiopiens, nahe der
eritreischen Grenze liegt. Haben ist eine von etwa 9.000 Flüchtlingen
die ihre Heimat Eritrea aufgrund der repressiven Regierung unter dem
Präsidenten Isayas Afewerki verlassen musste. Während des Grenzkrieges
zwischen Äthiopien und Eritrea (1998-2000), flüchteten DeserteurInnen
und KriegsdienstverweigererInnen, Angehörige militanter
Widerstandsbewegungen1 und andere DissidentInnen vor dem repressiven
Regime in Eritrea und suchten Schutz auf äthiopischem Boden oder in
anderen benachbarten Ländern.
Von Lea Tesfaye

